Immunsystem – Den Abwehrkräften auf der Spur – Diagnostik

von | 12 Sep 2021 | 0 Kommentare

Allergien, chronische Darmentzündungen, Schuppenflechte, chronische Entzündungen der Schilddrüse, wiederkehrende Infekte, Corona bis hin zu Krebs haben eins gemeinsam: bei all diesen Krankheiten funktioniert das Immunsystem nicht optimal.

Sei es, dass

– eigene Körperzellen fälschlicherweise angegriffen werden (Autoimmunkrankheiten) oder

– dein Körper auf an sich harmlose Stoffe quasi überreagiert mit einer überschießenden Immunreaktion (Allergien)

 oder

– dass das Immunsystem einfach nicht mit den krankmachenden Zellen fertig wird, weil es zu schwach ist.

 

Dabei ist genau das sein eigentlicher Hauptjob: dich gegen krankmachende Bakterien, Viren und Parasiten zu schützen.

 

Willst du wissen,

– Wie du erkennen kannst, ob etwas mit deinem Immunsystem nicht stimmt? 

– Welche objektiven Diagnosemöglichkeiten mir als Heilpraktikerin zur Verfügung stehen?

– Welche möglichen Ursachen es für ein schwaches Immunsystem gibt?

– Was du tun kannst, um dein Immunsystem zu helfen?

– Und wie ich dich als Heilpraktikerin dabei unterstützen kann?

 Damit dein Immunsystem seinen Job gut erledigen kann: Dich gegen krankmachende Bakterien, Viren und Parasiten zu schützen und nicht fälschlicherweise bei Pollen oder Tierhaaren überzureagieren oder gar eigene Körperzellen anzugreifen.

Beginnen wir mit einigen grundsätzlichen Infos über das Immunsystem:

 

Immunsystem – Dein kampfbereiter Beschützer

Wenn alles gut läuft, unterscheidet das Immunsystem zwischen körpereigenen und körperfremden, schädlichen Substanzen. Seine Aufgabe ist es unter anderem zu verhindern, dass Viren, Bakterien oder Pilze überhandnehmen. 

Unser Immunsystem besteht aus einem Zusammenspiel zwischen bestimmten Zellen, Signalstoffen und Geweben und gehört neben dem Nervensystem zu den komplexesten Systemen im menschlichen Körper. Es erstaunt mich immer wieder, wie solch komplexe Vorgänge, wie eben z.B. unser Immunsystem, so gut in unserem Körper ablaufen können. Das das überhaupt funktioniert ist wirklich ein Wunder.

Die Abwehr der Erreger findet dabei an den unterschiedlichsten Stellen in unserem Körper statt. Im Mundraum werden z.B. bestimmte Erreger durch den Speichel und die Schleimhäute „abgefangen“. Die Erreger, die das Überleben und weiter in den Körper eindringen, werden durch hoch spezialisierte Abwehrzellen bekämpft.

Immunsystems – weitere Aufgaben

Neben der Abwehr von Erregern und Fremdstoffen, die von außen in den menschlichen Körper eindringen wollen, hat das Immunsystem noch weitere Aufgaben: 

  • Kontrolle der körpereigenen und „ungefährlichen“ Mikroorganismen (z.B. im Darm)
  • Tumorabwehr
  • Wundheilung

Diese Aufzählung zeigt wie wichtig ein gut funktionierendes Immunsystem für unsere Gesundheit ist.

Autoimmunkrankheiten

Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto, M. Crohn, Colitis Ulcerosa, Schuppenflechte usw.  geben klare Hinweise, dass etwas mit deinem Immunsystem nicht stimmt. Es reagiert fehlgeleitet und greift eigene Körperzellen an, anstatt von außen kommende, schädliche Bakterien, Viren oder Pilze  zu bekämpfen.

 

Je nachdem welche Bestandteile der Immunabwehr zum Zuge kommen, spricht man dabei von der angeborenen, unspezifischen oder der erworbenen, spezifischen Abwehr: 

 

Quelle: https://www.gesundheitsinformation.de/das-angeborene-und-das-erworbene-immunsystem.html

Das unspezifische Abwehrsystem

Unser Körper verfügt über eine Vielzahl von äußerlichen Barrieren, die einen natürlichen Schutzwall gegenüber Erregern und Fremdstoffen bilden. Hierzu zählen:

  • Haut
  • Schleimhäute
  • Flüssigkeit der Augen
  • Urin
  • Magensäure
  • Speichel

Diese äußeren Schutzmechanismen sind der Grund, warum viele Eindringlinge nie ihr eigentliches Ziel zu Gesicht bekommen. Die Haut verfügt beispielsweise über einen leicht sauren pH Wert, der einige Erreger abwehren kann. Die Magensäure setzt noch einen drauf und beinhaltet eine starke Säure, die ohne geeigneten Schutz auch unsere Zellen und Organe auflösen würde. Die Tränenflüssigkeit und der Speichel enthalten das Enzym Lysozym, welches die Zellwand vieler schädlicher Mikroorganismen zerstören kann.

Aber nicht nur die äußeren Barrieren sind Teil der unspezifischen Abwehr, sondern auch bestimmte Signalstoffe und Zellen (weiße Blutkörperchen), die in der Blut- und Lymphbahn beheimatet sind. Hierzu zählen beispielsweise die sogenannten Fresszellen, die ihre Widersacher im wahrsten Sinne des Wortes auffressen. Diese werden in unserem Knochenmark gebildet und wandern durch den Körper, bis sie auf einen fremden Eindringling treffen.

Das unspezifische Abwehrsystem setzt sich also aus folgenden Bestandteilen zusammen:

 

  • Äußerliche Barrieren (Haut, Schleimhäute, Magensäure, Urin)
  • Bestimmte weiße Blutkörperchen (z.B. Fresszellen)
  • Bestimmte Signalstoffe (Komplementsystem)

Gut zu wissen – unspezifische Abwehr

Man spricht beim unspezifischen Abwehrsystem auch von dem angeborenen Immunsystem. Dieses System ist zwar nach der Geburt noch nicht vollständig ausgebildet, dennoch kann es das Baby vor manch gefährlichem Erreger schützen.

Das spezifische Abwehrsystem

Dadurch ist das spezifische Immunsystem in der Lage, bei einem erneuten Angriff des gleichen Erregers schnell und effektiv zu handeln. Diese Fähigkeit entwickelt sich allerdings erst im Laufe des Erwachsenwerdens und ist daher bei Kindern noch unzureichend ausgebildet.

Wenn die unspezifische Abwehr überfordert ist und die Erreger nicht neutralisieren kann, kommt die spezifische Abwehr zum Zug. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um einen Abwehrmechanismus, der spezifisch gegen „bekannte“ Erreger wirkt. Dies geschieht dadurch, dass die Zellen dieses Abwehrsystems schon einmal Kontakt mit diesen Eindringlingen hatten und sich deshalb an sie „erinnern“ können.

Ein wichtiges Mittel des spezifischen Abwehrsystems sind die Antikörper. Diese dienen zur Kommunikation zwischen den Abwehrzellen und zur Bekämpfung der Erreger.

Gut zu wissen – spezifische Abwehr

Die spezifische Abwehr ist auch der Grund, warum wir an manchen Infektionskrankheiten nur einmal im Leben erkranken. Danach sind wir gegen diese Erreger „immun“.

Unsere Abwehrzellen befinden sich überall im Körper: im Blut, der Haut, den Schleimhäuten und im lymphatischen System. Mit am stärksten ausgeprägt ist das Immunsystem im Darm. Weshalb das so ist? Ganz einfach: im Darm gelangen über die Nahrung besonders viele potenziell schädliche Stoffe in deinen Körper. Daher sitzt dort auch ca. 80% deines Immunsystems.

Deshalb ist es auch so wichtig, deinen Darm gut zu pflegen. Was dabei wichtig ist, kannst du dir in der Folge „7 Tipps für einen gesunden Darm“ nochmal anhören.

 

 

Schwaches Immunsystem – Wie du es erkennen kannst!

 

Die Anzeichen für ein geschwächtes Immunsystem können vielfältig sein. Manche hast du vielleicht bisher auch nicht damit in direktem Zusammenhang mit deinem Immunsystem gesehen.

 Ich nenne mal ein paar Beispiele: 

  • Du leidest öfter unter Schnupfen, Halsschmerzen oder Husten.
  • Wunden heilen bei dir langsam.
  • Dein Zahnfleisch blutet, z.B. nach dem Zähneputzen.
  • Du hast öfter mit Blasenentzündungen oder anderen Infekten zu kämpfen.
  • Du fühlst dich ständig abgeschlagen und müde.
  • Du hast Schwierigkeiten dich zu konzentrieren.

 

Doch wie sieht es mit einem objektiven Blick auf dein Immunsystem aus?

Als Heilpraktikerin habe ich dafür einige diagnostische Möglichkeiten:

Blut- und Stuhllabor, Bioresonanz und Dunkelfeldmikroskopie

Was ich im Einzelfall benutze, kommt auf den Patienten, seine Symptome und die Zielsetzung an. Beim ersten Gespräch in meiner Praxis erkläre ich meinen Patienten deshalb, welche Diagnosemethode ich am sinnvollsten und zielführendsten halte. Manchmal ist auch eine Kombination mehrerer Methoden sinnvoll.

 

Schauen wir uns mal die einzelnen Möglichkeiten genauer an:

Wenn du schon andere Podcast-Folgen von mir angehört hast, hast du vermutlich schon mitbekommen, dass ich Laborwerte liebe. Lass uns deshalb mit dem Blutlabor beginnen.

Immunsystem – Labor meets Bioresonanz & Dunkelfeldmikroskopie

1. Blutlabor

Bei den Blutlaborwerten gibt es einige Werte, die beschreiben, wie es deinem Immunsystem geht.

Allen voran natürlich sind da natürlich die Leukozyten, die weißen Blutzellen zu nennen. Das ist der Überbegriff für die Abwehrzellen.

Beim großen Blutbild, dem Differentialblutbild,  werden die Leukozyten weiter differenziert in:

 

Leukozyten

Leukozyten ist der Überbegriff für deine weißen Blutzellen. Sie können noch in verschiedene Unterarten unterteilt werden:

– neutrophile Granulozyten

– eosinophile Granulozyten

– basophile Granolzysten

– Monozyten

– Lymphozyten

Diese unterscheiden sich im Aussehen, dem Anteil, mit dem sie im Körper vorkommen und in ihren Aufgaben. Ein faszinierendes Zusammenspiel!

Leukozyten

leukos – weiß            zytos – Zelle

Beim Zentrifugiren des Blutes entsteht eine sehr dünne, weiße Schicht (oberhalb der Erythrozyten) => Leukokrit

Leukozyt: Oberbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Zellen, allen gemeinsam ist

  • Fehlende rote Farbe
  • Zugehörigkeit zum Immunsystem
  • Blut ist nur Transportmittel und Durchgangsstation (von der Bildungsstätte -Knochenmark- bis zum Einsatzort -Immunorgane und peripheres Gewebe)
  • Machen 0,1 % der Blutzellen aus (1 Leuko auf 1000 Erythrozyten)
  • 800 – 10.000 Leukozyten/µl Blut
    • Leukozytose >10.000, Hinweis auf:
      • systemische Entzündungen, Infektionen, bakt. Infekte, erhöhtem Cortisolspiegel, schwere körperliche Arbeit, umfangreiche Gewebenekrosen, Leukämie
    • Leukopenie <4.800, tritt auf bei:
      • Knochenmarkschädigungen, Zytostatika (immunsuppressiver Therapie), vermehrtem Zellverbrauch, manchen Infektionskrankheiten (z. B Typhus abdominalis)

 

Monozyten

mononucleär – einkernig

  • Größte Zelle des Blutes 15-20 µm
  • Großer, C-förmiger Kern
  • Anteil von den Leukozyten im Blut 2-8%
  • Aufgaben:
    • Unspezifische Abwehr
    • Antigenpräsentation
    • Produktion Interleukin
    • Phagozytose körperfremder Partikel (Bakterien, Pilze, Parasiten)/defekte körpereigene Zellen
    • Wundheilung
    • Abtragung von Nekrosen

 

  • ↑ (-zytose)
    • -7. Krankheitstag bei bakt. Infekten (monozytäre Abwehrphase)
    • Von Beginn an bei Viren/Protozoen
    • Anhaltend: Tuberkulose, M. Crohn, bakt. Endokarditis, seltenen Formen der Leukämien
  • ↓ (-penie)
    • Stress (Cortisol ↑)
    • Therapie
    • Erste Tage akuter bakt. Infekt (stärkerer Verbrauch)
    • Einige Formen der Leukämien
Lymphozyten

Lymphozyten haben nur wenig, organellenarmes Cytoplasma und einen im Verhältnis dazu großen Zellkern.

Man unterscheidet 3 Kategorien von Lymphozyten:

  • die B-Zellen,
  • die T-Zellen und
  • die NK-Zellen

Die B-Zellen (B-Lymphozyten) sind in größter Konzentration in den speziellen lymphatischen Organen zu finden. Sie zirkulieren auch im strömenden Blut und wandern durch die Körpergewebe. Nach einer Stimulation durch spezifische Antigene vermehren sich die B-Zellen und transformieren sich zu Plasmazellen, die dann Immunglobuline als Antikörper sezernieren, was man als humorale Abwehr bezeichnet.

Die T-Zellen (T-Lymphozyten) sind in einigen lymphatischen Organen konzentriert, sie sind ebenfalls frei beweglich im Bindegewebe oder im Blut zu finden. Nach Stimulation vermehren sie sich und stimulieren andere Zellen des Immunsystems. Man unterscheidet die T-Lymphocyten in weitere Unterarten, deren wichtigste die T-Helfer-Zellen sind, die Makrophagen stimulieren. T-Zellen sind wesentliche Träger der zellulären Immunität.

NK-Zellen treten im strömenden Blut, aber auch in der Milz, in Form von großen granulierten Lymphozyten auf. Sie besitzen, wenn sie durch aktiviert sind, die Fähigkeit andere Zellen zu töten (durch Ausschüttung lysosomaler Enzyme). Ihr Hauptaufgabe ist es virusinfizierte Zellen zu eliminieren.

Granulozyten

1. Neutrophile Granulozyten

  • Neutrophiler Granulozyt (tauchen vermehrt in der Angriffsphase einer Entzündung auf).
    Sie können Bakterien vernichten und setzen viele Entzündungsstoffe frei.
    Trotz ihrer kurzen Lebensdauer (ein bis drei Tage) übernehmen sie den Hauptteil der unspezifischen Immunantwort im Körper.
    Durch entzündungsvermittelnde Botenstoffe angelockt, wandern sie aus der Blutbahn ins Gewebe. Dort umschließen die neutrophilen Granulozyten Bakterien und nehmen sie in sich auf.
  • Nach diesem Phagozytosevorgang werden die Bakterien zerstört. Die Abwehrzellen gehen dabei nach einer Weile zugrunde und zerfallen.

 

 2. Eosinophile Granulozyten

Eosinophile Granulozyten tauchen vermehrt bei Allergien, Parasitenbefall wie Wurmerkrankungen, oder in der Heilphase einer Entzündung auf.

Ihr Cytoplasma ist angefüllt mit großen, stark lichtbrechenden Granula, die sich mit sauren Farbstoffen intensiv rot anfärben ( „himbeerartige “ Zelle ). Diese Granula fungieren als Lysosomen: Sie enthalten hydrolytische Enzyme. Mit ihrer Hilfe „verdauen “ und inaktivieren die eosinophilen Granulozyten phagozytiertes Material, o h n e sich dabei selbst zu zerstören.Der Zellkern der eosinophilen Granulozyten ist in etwa hantelförmig und beherbergt relativ viel Heterochromatin.

·        Hauptaufgabe dieser Zellen ist es, Antigen-Antikörper-Komplexe aufzunehmen und unschädlich zu machen.

 

3. Basophile Granulozyten

Basophile sind weiße Blutkörperchen, die eine gewisse Rolle bei der Immunüberwachung (z. B. Bestimmung und Vernichtung von Krebserkrankungen in einem frühen Stadium) und der Wundheilung spielen. Basophile können Histamin und andere Mediatoren freisetzen und sind auch am Entstehen von allergischen Reaktionen beteiligt.

Ganz vereinfacht gesagt, kann man es so zusammenfassen:

Die weißen Blutzellen, die sog. Leukozyten, organisieren die Abwehr. Sie haben die Aufgabe, schädliche Bakterien, Viren oder Pilze zu erkennen und markieren diese. Die Fresszellen nehmen dann die schädlichen Zellen in sich auf und machen sie unschädlich.

Ich hatte schon das Glück diesen Vorgang live mit meinem Dunkelfeldmikroskop zu verfolgen. Wirklich faszinierend eine Fresszelle bei der Verfolgung eines Bakteriums unter dem Mikroskop zu beobachten. Allerdings kann das gut und  gerne mal 30 Minuten dauern.

 

Hier ist ein neutrophiler Granulozyt zu sehen, schon ziemlich „vollgefressen“ 😉

Dunkelfeldmikroskop Leukozyt

 

Außerdem lasse ich noch gerne die Parameter: IgA, IgE, IgG und IgM bestimmen. Diese Werte geben direkte Hinweise auf z.B.

– akute Krankheitsgeschehen

– ob die Abwehr in den Schleimhäuten gerade sehr beschäftigt ist und 

– auch ob allergische Geschehen gerade stattfinden.

 

 

Der Laborwert CRP ist ein wichtiger Hinweis auf entzündliche Vorgänge im Körper.

Bei chronischen Vorgänge – sogenannten Silent Inflammation oder „stillen Entzündungen“ – liegt der Wert zwischen 1 und 5. Akute Geschehen zeigen sich in Werten über 5. Chronische Entzündungen rauben dem Körper u.a. einiges an Energie. Deshalb fühlt man sich dann oft müde und erschöpft.

5 Anzeichen einer akuten Entzündung

Die fünf Leitsymptome einer akuten Entzündung sind:

  • Tumor = Schwellung –  Das entzündete Gewebe ist geschwollen.
  • Rubor = Rötung –  Im betroffenen Bereich tritt eine Rötung auf.
  • Calor = Wärme – Der Entzündungsherd fühlt sich warm an.
  • Dolor = Schmerz – Die entzündete Stelle schmerzt.
  • Functio laesa = Funktionseinschränkung – Das entzündete Gewebe kann seine Funktion nicht erfüllen.

Stille Entzündungen – silent inflammation

Symptome einer versteckten oder chronischen Entzündung sind meist nicht so eindeutig. Eine sogenannte „stille Entzündung“ („silent inflammation“) kann sich durch folgende Anzeichen bemerkbar machen:

  • Allgemeine Müdigkeit und Schwäche
  • (Neue) Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Schlechter Schlaf
  • Nächtliches Schwitzen
  • Wiederkehrende Infekte

Bei Verdacht kann gibt ein Blutbild darüber ganz gut Auskunft.

 

2. Stuhllabor – Wie gehts der Darmabwehr?

Die Darmschleimhaut ist unsere größte Körperoberfläche und bedarf deshalb eines besonders guten Schutzes.

Wie beim restlichen Immunsystem gibt es auch hier ein angeborenes und ein erworbenes Immunsystem.

Im Stuhllabor ist ein wesentlicher Teil des erworbenen, spezifischen Immunsystem das sekretorische Immunglobulin A (kurz sIgA). Es bildet eine Schutzbarriere gegen Erreger in der Darmschleimhaut.

Ein niedriges sIgA zeigt sich häufig bei:

– schwachem Immunsystem

– Neuordermitis, Psoriasis

– Toxinbelastungen

– nach Bestrahlungen, Chemotherapie

– bei Mykosen

– Erschöpfung und Nebennierenschwäche

– chronischen Krankheiten

Achtung: bei Durchfall kann das sIgA falsch zu niedrig sein (durch den Verdünnungseffekt)

 

Ein erhöhtes sIgA ist im Gegensatz dazu ein Hinweis für:

– ein aktives Immunsystem

– Allergien, und Unverträglichkeiten

– kommt in der Heilungsphase vor und

– bei rheumatischen Erkrankungen und bei z.B. chronisch entzündlichen Erkrankungen im Schub

Zur unspezifischen, angeborenen Schleimhautabwehr zählen die Defensine. Bislang wichtigster Vertreter im Darm ist das ß-Defensin-2, das sich ebenfalls im Stuhl messen lässt.

 

Sekretorisches Immunglobulin A

Normbereich: 0,71-2,19 mg/g Stuhl

Verminderter Nachweis unter anderem bei: ≤ 0,7 mg/g Stuhl

  • Erkrankungen des allergischen Formenkreises (z. B. atopische Rhinitis, Asthma bronchiale, Neurodermitis, Lebensmittelallergien)
  • Erhöhte Infektanfälligkeit (z. B. rezidivierende Infekte im HNO-Bereich)
  • Immunsuppressive Zustände (z. B. durch Chemotherapie, Bestrahlung)

Vermehrter Nachweis unter anderem bei: ≥ 2,2 mg/g Stuhl

  • (akuten) Entzündungen der Darmschleimhaut

 

3. Bioresonanz – Immunsystem energetisch gesehen

Die Bioresonanz bietet mir faszinierende Möglichkeiten u.a. das Immunsystem auf einer anderen Ebene als mit dem Labor zu beleuchten.

Durch jahrzehntelange Erfahrungen konnten verschiedenen Teilen des Immunsystem bestimmte Frequenzen zugeordnet werden. Bei der Untersuchung kann dann festgestellt werden, ob diese Frequenzen blockiert sind oder nicht. 

Das spannende daran ist, dass die Bioresonanz nicht nur eine wunderbare Diagnosemöglichkeit bietet, sondern das damit auch z.B. das Immunsystem direkt unterstützt werden kann. Aber heute geht’s ja erstmal um das Erkennen und die Ursachen.

 

 

 Deshalb kommen wir noch zu der vierten Diagnosemethode, die ich anbiete: Dunkelfeldmikroskopie.

4. Dunkelfeldmikroskopie – Eine andere Sicht auf deine Zellen

Da möchte ich ein bisschen ausholen: Wie du sicherlich in meinem Podcast schon mitbekommen hast, bin ich wirklich ein Fan von Laborwerten und Zahlen. Diese haben allerdings manchmal einen entscheidenden Nachteil: sie liefern z.B. bei den weißen Blutzellen, den Leukozyten, nur die Anzahl der Zellen. Sagen also etwas über die Quantität aus. Das ist natürlich nicht schlecht und man kann schon viel damit anfangen.

Als Ergänzung dazu ist das Dunkelfeldmikroskop aber fast nicht zu schlagen: hierbei sehen der Patient und ich, wie es den Abwehrzellen geht. Sind sie agil und aktiv? Oder überfressen und unbeweglich? Quasi überarbeitet? Wir reden dann also vielmehr über die Qualität als über die Quantität.

Das lässt sich – soweit ich weiß. nur unter dem Dunkelfeldmikroskop darstellen, da hier lebende Blutzellen dargestellt werden. Beim normalen Mikroskop wird das Blut eingefärbt und damit die Zellen abgetötet.

Hier ein kleines Video von Jörg Rinne. Einer der führenden Dunkelfeldmikroskopier. Da bekommst du einen kleinen Einblick, wie Blut unter dem Dunkelfeldmikroskop aussieht:

Gesundheits-Check – Du möchtest ein ausführliches Blutbild?

Kein Problem. Mache gerne einen Termin in meiner Praxis aus. Mein Gesundheits-Check beinhaltet  sehr umfangreiche Blutwerte. Diese werden dann auch in aller Ruhe besprochen. Genauso wie das weitere Vorgehen, um Deine Gesundheit zu verbessern oder zu erhalten.

Weitere spannende Artikel

Cookie Consent mit Real Cookie Banner